Selfmade Kleid gestreift

Ärmel Selfmade Kleid

Ja, mich gibt’s noch. Gelegenheitsblogger, Ihr wisst schon ;) Ist ja nicht so, dass ich nichts nähe. Vor zwei Wochen habe ich es dann am Wochenende endlich geschafft, den bereits seit Wochen zur Verarbeitung bereitliegenden Sommersweat seinem Ziel zuzuführen. Dass es ein Kleid werden soll, war von Anfang an klar, nur welcher Art?

Ausschnitt selfmade dress

Die Inspiration

Das Imari Tee Dress hatte ich bereits (aus einem extrem gruseligen, eigentlich für Göttergatten-Hemden gekauften) Stoff genäht und festgestellt, dass mir das an mir gar nicht gefällt. Ich erspare Euch den Anblick ;) Heute schiebe ich es in erster Linie auf das Material, doch der zweite Test hat Zeit bis zum nächsten Sommer. Eine wirklich tolle Version hat übrigens Beth von „Sew DIY“ genäht, deren Blog ich schon lange verfolge, weil mir ihr Stil einfach sehr gut gefällt.

Die Umsetzung

Nachdem das Wälzen meines riesigen Nähmagazin-Stapels kein Aha-Erlebnis ausgelöst hat, fiel mir ein Shirt ein, welches ich im Sommer im Second Hand erstanden hatte und (bis auf das Material – da hätten wir’s wieder) aufgrund des Schnittes und der Passform inniglich liebe.

naehmagazin-stapel

Warum nicht einfach den locker sitzenden Schnitt abnehmen, verlängern, mit schwungvoller Kurve Platz für den Hintern schaffen und – ha! – gleich mal diese Glockenärmel ausprobieren, denen ich schon gefühlte Ewigkeiten hinterher lechze? Ich bin ja, sofern die Arbeit es zu lässt (also auf jeden Fall schonmal zum Frühstück ;) eifriger Bloglovin-Stöberer. Hier finden sich immer so viele Inspirationen, Hilfestellungen und oftmals eben auch der nötige „letzte Schubs“, um mal etwas Neues zu probieren. In diesem Fall war es Merrick’s Art, welche mich mit ihrem „Bell Sleeve Tutorial“ endgültig angefeixt (Ich lass dieses, von der Apple’schen Spracherkennung umgeschriebene Wort jetzt mal so stehen. Passt doch eigentlich ;) hat.

Ärmel Selfmade Kleid

Also einmal Selfmade Kleid, bitte.
Auf dem obigen Bild kann man ganz gut erkennen, dass meine „Glocken“ zu wenig Umfang haben, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Vielleicht bekomme ich irgendwann einen Rappel, trenne sie nochmal ab, nehme breitere Streifen (falls der klägliche Stoffrest das noch hergibt) und gebe den Glockenärmeln damit den nötigen Schwung. Mal sehen.

Das Ergebnis

Zur Abwechslung zu den vielen Worten, die ich bis hier bereits verloren habe (Und dabei werfe ausgerechnet ich meiner Tochter regelmäßig vor, dass sie doch bitte zum Punkt kommen und nicht immer den Umweg über Italien wählen soll. Wobei Italien ja wirklich schön ist…) – also zur Abwechslung nun eine Reihe an extrem-Sonne-beschienenen Bildern (ich habe mit Filtern & Co getan was ich konnte, sorry), auf denen Ihr zumindest im Ansatz sehen könnt, wie das Kleid geschnitten ist. Die Sonne hat es einfach zu gut gemeint letzte Woche und die einseitig platzierten Falten im Kleid auch ;)

Selfmade Kleid ohne Gürtel von der Seite.

Selfmade Kleid mit Glockenärmel frontal

Selfmade Kleid mit Glockenärmel frontal

Mein Fazit

Mein Plan ist auf jeden Fall für mich aufgegangen. Ob die Farbe das Richtige für mich ist, oder die Gefahr droht, dass das Ganze zu Nachthemd-mäßig ausschaut, habe ich für mich noch nicht entschieden. Das Selfmade Kleid ist auf jeden Fall sehr bequem, mit und ohne Gürtel tragbar und sowohl Sommer- als auch Herbsttauglich. So muss dat.

Ein bisschen anpassen musste ich nach meiner Schnittabnahme und schwungvoller Kurvenzeichnung natürlich schon, aber es hat sich in Grenzen gehalten. In der Weite habe ich nochmal einiges rausgenommen und dabei auch die Kurve im Hüftbereich dezenter gestaltet. Den Saum habe ich sehr breit – bestimmt 10 cm – gewählt und auch so hoch abgesteppt, damit der Rockteil entsprechend fällt. Den Ausschnitt habe ich zum ersten Mal auf diese Weise gearbeitet und kann gar nicht nachvollziehen, warum ich das nicht schon öfter so gemacht habe. Wenn ich dann beim nächsten Mal noch den Unterfaden an die Stofftöne anpasse, schaut’s sicherlich nochmal schöner aus. Und angenehmer zu tragen ist es außerdem. Den oberen Part der Ärmel habe ich nach der ersten Anprobe noch einmal kräftig gekürzt, damit der Ansatz der „Glocke“ weit genug vom Ellenbogen entfernt ist, sonst ist das einfach unbequem.

Genug gequatscht

Ich wünsche allen viel Spaß beim Stöbern in der heutigen MeMadeMittwoch-Sammlung – habe ich auch noch vor mir; mein wiederkehrendes Mittwochs-Highlight. Claudia von bunte Kleider erinnert gleich mit ihrem Eingangsbild daran, in welcher Jahreszeit wir uns befinden ;) Ihre Versionen des Esme Cadigan finde ich alle nachahmenswert, auch die heut vorgeführte! Der Schnitt liegt übrigens ebenso hier wie der passende, obergeniale Wollstoff. Aber noch mag ich die Sonne nicht aus meinem Kopf verdrängen. Doch das diesjährige Herbstnähwochenende steht ja auch bald an…

Habt einen schönen Mittwoch und eine ebenso schöne Restwoche!
Ich freue mich natürlich wie immer über Eure Gedanken, Ideen und und und…

Gruezlie,
Frieda

 

10 Kommentare

  1. Moin Frieda,
    ich bin zum ersten Mal auf deinem Blog – und witzig, die erste Gemeinsamkeit entdeckt: das Lechzen nach Glockenärmeln (finde ich klasse, seit eine der Schweden-Prinzessinnen so ein schickes Kleid zu irgendeiner royalen Gelegenheit anhatte)!
    Zum Thema: dein Kleid gefällt mir sehr gut, ich finde die Glockenärmel durchaus ausreichend! Für mein Empfinden würden noch größere Exemplare nicht so gut zum Gesamtbild passen…Lieben Gruß aus Ostfriesland, Tanja

    • Hallo Tanja! Da könntest Du auch wieder recht haben. Ein Kleid mit Glockenärmeln in chic fände ich auch verlockend. Irgend etwas auf Figur geschnittenes mit schlichtem, aber nicht zu hohem Ausschnitt und dann Glockenärmel… Hachz. Freut mich übrigens, dass Du hierher gefunden hast! Vielleicht liest man sich ja wieder? LG, Frieda

    • Dankeschön, Doro! Ich denke auch, dass ich’s weiter nicht nur daheim tragen werde. LG, Frieda

  2. Mir gefällt Dein Kleid vom ersten bis zum letzten Ringel. Die Glockenärmel machen den Schnitt zusätzlich interessant, schaut echt klasse aus! LG Kuestensocke

  3. Ich finde das Kleid sieht kein bisschen nach Nachthemd aus und habe mich beim Umweg über Italien gerade köstlich amüsiert. Die Glockenärmel geben dem ganzen die besondere Note und die Ringel sind eine prima Basis für Accessoires.
    LG Malou

    • Danke, Malou! Die Accessoire-Tauglichkeit sehe ich auch (hoffe zumindest drauf). Ich habe einen sehr schönen geflochtenen gelben Ledergürtel, bei dem ich mir sicher war, er würde passen. Den Gefallen tut er mir jedoch nicht. Vielleicht aber auch einfach nur eine Gewohnheitsfrage ;) Liebe Grüße, Frieda

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