Blumige Frühlingsgrüße via Penny Dress von sewoverit

Kleider und ich…

Kleider. Das ist ja so ein Ding bei mir. Ich liebe sie (auch mein Penny Dress), ziehe sie aber (viel zu) selten an. Das spiegelt sich unglücklicher Weise auch in der Fertigstellung ebensolcher Nähstücke wieder. Auf der Puppe zum Beispiel hängt dieses wunderschöne, dunkelblaue Überschlag-Kleid aus einer älteren Burda Style, dem nur noch Druckknöpfe und Saum fehlen (bei dem ich befürchte, eben diese Knöpfe zu sprengen und dann quasi nackt dzustehen…). Im UFO-Korb liegt eines vom ersten Nähwochenende (Burda Easy), dessen Schulterabnäher auch nach dem fünften Auftrennen nicht mit meiner Schulterlinie harmonieren wollen. Inzwischen ist es auch viel zu groß, wird also wohl auch nie getragen werden. Ich könnte weiteres aufführen…

Umso erfreulicher ist es natürlich, dass ich es nicht nur endlich mal geschafft habe, an einem Nähwochenende ein Kleidungsstück zu komplettieren, sondern dass es – törööö – tatsächlich ein Kleid ist ;) Genauer gesagt das Penny Dress von sewoverit.

Vor dem Zuschnitt des Penny Dress.

Der Stoff

Mit selbigem liebäugele ich schon eine Weile und auch der passende Stoff für’s Probekleid lag schon seit Anfang des Jahres bereit („The National“ Konzert und damit verbundenem Maybachufer-Besuch sei dank). Vorweg: die Baumwolle ist natürlich zu dick für so ein Kleid. Zumindest, wenn man tatsächlich der sehr einfachen und schnell von der Hand gehenden Erstellung fröhnen möchte.

Der Halsausschnitt vom Penny Dress.

Das Nähdebakel

Ich mag es ja gern kompliziert und so kamen eben jener etwas zu dicke Stoff, eine Nähmaschinen-Knopfloch-Diva und jede Menge Gewurschtel zusammen. Es hat trotzdem geklappt. Auch wenn ich zusammengerechnet sicherlich allein 2 Stunden mit Auftrennen und 1,5 Stunden mit dem auf-Teufel-komm-raus nicht in das Taillenband reinzufriemelnden Gummiband zugebracht habe. Meine Nerven…

Das Penny Dress angezogen von vorn.

Letztendlich habe ich die Naht des Gummiband-Durchzuges im Bereich der Knopfleiste (der Übeltäter) noch einmal geöffnet, um den Gummi ungebremst durchziehen zu können. Alle drei Knopflöcher wurden mit engem Zickzack und Augenmaß zusammengezimmert, wofür sie doch recht schön geworden sind, wie ich finde.

Die Knopfleiste vom Penny Dress.

Die Knopflöcher vom Penny Dress.

Zukünftige Penny Dress(es)

Nachdem klar ist, dass das Kleid aus einem schönen Voile oder einer Viskose neben einem Traum was das Tragen und den Fall angeht auch ein Traum beim Nähen wird, will ich natürlich mehr davon. Und eine Bluse aus dem Oberteil. Unbedingt. Idealerweise sollte ich nicht vergessen, das Oberteil beim nächsten Mal um 5 statt nur 2 cm zu verlängern – selbst mit meinem recht kurzen Oberkörper und geringem Brustumfang ist mir schleierhaft, wie man das sooo kurz konstruieren konnte. Ist ja kein Babydoll, nech?

Penny Dress Ausschnitt Hals getragen.

Stoff ist nach wie vor genug vorhanden, um Penny Dress Nummer 2 anzugehen. Dem entgegen stehen derzeit immer noch der fertig zu stellende Mantel für die Tochter (ja, ich weiß, es ist inzwischen Frühling, aber glücklicherweise hat er ausreichend Volumen, um selbst einen unerwarteten da späten weiteren Wachstumsschub mitzumachen) und ihre Ermahnung im Anschluß daran erst einmal dem „armen Papa“ etwas zu nähen, da der fast immer leer ausgeht und sich doch nichts sehnlicher, als ein weiteres Knopfleistenshirt Marke Eigenbau und ein Maßhemd wünscht. Wenn’s weiter nichts ist ;) Tipps, wie man bei letzterem mit einem „Stiernacken“ in der Anpassung des Kragens umgeht, sind bei mir sehr willkommen!

Nachdem die Blumen auf meinem Tisch so wunderbar zu jenen vom Kleid passen, lass ich Euch auch darauf noch einen Blick werfen und verbleibe bis zum nächsten Mal.

Blumengruß zum Penny Dress.

Eigentlich ist es ja toll (für meine seltenen Schriebse), dass der MeMadeMittwoch nur noch einmal monatlich stattfindet. Für die vielen tollen Inspirationen und meinen wöchentlichen Start in den Mittwoch ist es jedoch eher schade. Ich freue mich aber riesig, dass es ihn gibt und er – heute von Nina in dieser roten Wahnsinns-Harper-Hose – weitergeführt wird. Danke, Mädels! Danke!

 

14 Kommentare

  1. Bei dem Traummuster sieht man doch gerne darüber hinweg dass der Stoff etwas zu fest ist.
    Tolles Kleid und ich kann an den Knopflöchern nichts schlechtes finden.
    Lieber Gruß
    Elke

    • Danke für die Zeilen, Elke! An und Pfirsich ist der Stoff ja gar nicht so dick, aber für‘s Durchziehen des Gummies war vorn einfach zuviel Nahtzugabestoff von der Knopfleiste – der landet nämlich umgeschlagen mit in dem Tunnel… LG, Frieda

  2. Für jede Menge gewurschtl sieht das aber sehr toll aus. Ganz klar Daumen hoch :).
    lG Melanie

  3. Eine wunderbare Blumenfee bist du in dem schönen Kleid! toller SToff und die Passform gefällt mir. Ja, manchmal gibt es viele Hürden, umso schöner, wenn das Ergebnis stimmt! Ich drücke die Daumen, dass die anderen Nähprojekte schnell von der Hand gehen und das nächste Kleid in Angriff genommen werden kann. LG Kuestensocke

    • :))) Stimmt ja – das dürfte ganz Deinem Fangschema entsprechen, oder? Ich freu mich auf jeden Fall schon auf warme Tage dafür. Danke und LG, Frieda

  4. Oh, das ist ja ein wahrer Traum – auch wenn der Stoff vielleicht zu dick ist: optisch hat er seine Bestimmung in diesem Schnittmuster ja wohl absolut gefunden!
    Ach, und das dunkelblaue, wunderschöne Überschlag-Kleid würde ich auch gern mal sehen. Hab da schon Kopfkino, das wird sicher fantastisch.
    LG
    Pina

    • Oh dankeschön, liebe Pina! Das Kleid sollte gestern zum Swing tanzen ausgeführt werden und ist mir kurz davor eingerissen… Leider keine Naht, sondern direkt der Stoff. Halt doch nicht so fest. Und somit definitiv nicht zum Tanzen geeignet. Aber zum „normalen Tragen“ werde ich’s wieder herrichten können. LG, Frieda

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