Hemdblusenkleid McCall’s 7084

Hallo zusammen!

Das neue Jahr ist ja nun quasi schon Geschichte und ich hab’s zeitiger einfach nicht hinbekommen zu schreiben. Aber heut. Wenn auch spät. Endlich.

Seit meinem Geburtstag gibt’s dank Schneiderpuppe keine Ausreden mehr, mich nicht an das langersehnte Hemdblusenkleid zu wagen. Gewählt habe ich das McCall’s M7084, über das ich bei Schnittmuster.net gestolpert bin. Es gibt auch ein paar hinreißende Versionen des selbigen im Netz, wovon ich nun auf Anhieb natürlich nur eine wiederfinde: hier.

Hemdblusenkleid1_Cover

Von meinem gefärbten Muslinstoff, aus dem ich ja bereits einen Rock genäht habe, hatte ich noch einige Meter vorrätig, sollte reichen. Dachte ich. Denn eigentlich wollte ich Version D nähen, welche mir mit den tollen Godetfalten im Rock auf Anhieb am besten gefallen hat.

Hemdblusenkleid1_Modelle

Lange Rede, kurzer Sinn: da ich beim Zuschnitt anfangs nicht auf sparsames Platzieren der Schnittmusterteile geachtet habe, hat’s am Ende nicht für den weiten, sondern nur für den schmalen Rock gereicht. Klarer Fall von selbst schuld. Gefallen tut’s mir trotzdem.
Mit Lächeln hatte ich’s heut morgen noch nicht so – seid so gut und seht drüber weg.

Hemdblusenkleid1_Front1

Wenn ich die nächste Hemdblusenkleid-Version (dann auf jeden Fall „D“) in anthrazit nähe, werde ich wohl entweder französische Nähte machen oder die Armnähte mit Schrägband einfassen, denn die sieht man durch den Umschlag… Was aber nicht sooo schlimm ist, da sich die Nahtzugabe an der Unterseite des Arms befindet. Wird halt nicht gewinkt ;)

Aermel_mit_Riegel

Für die außen sichtbaren Nähte und die Knopflöcher habe ich kupferfarbenes Garn genommen und bin sehr happy damit. Auf den Bildern sieht man das leider nur beim obigen Riegelknopfloch, aber es leuchtet herrlich auf dem petrolfarbenen Stoff.

Hemdblusenkleid1_Front_nah

Anpassungen habe ich bei dem Kleid keine vorgenommen, sondern einfach eine 18 so genutzt, wie im Schnittmuster vorgesehen. Bei dem anthrazitfarbenen Hemdblusenkleid werde ich zum Einen das Oberteil kürzen, um meiner natürlichen Taille näher zu kommen und des Weiteren im unteren Rücken etwas Weite wegnehmen müssen, um meinem leichten Hohlkreuz Rechnung zu tragen.

Hemdblusenkleid1_seitlich2

Mit einem Gürtel kann man den zu weiten Rücken ganz gut vertuschen, finde ich ;)
Einen Ticken länger muss die nächste Version unbedingt werden; bestimmt 20 cm.

Der Rocksaum ist natürlich wieder handgenäht (natürlich wieder ist gut – meinen Bleistiftrock mit dem Handsaum habe ich ja noch gar nicht gezeigt…) und man sieht die zarten Stiche wirklich fast nicht (linkes Bild innen, rechtes Bild aussen).

Blindsaum_innen               Blindsaum_aussen

Auf dem linken Bild sieht man eine Naht oben auf dem Umschlag – das mach ich oft so, da ich mich damit beim Bügeln leichter tu. Einfach eine Naht parallel zur Kante setzen in dem Abstand, wie selbige dann umgebügelt werden soll. Geht dann sehr fix und ich bin nicht auf mein Augenmaß angewiesen ;)

Für das Kleid muss ich unbedingt noch ein Unterkleid nähen – ich habe mich nach einigem Hin- und Her gegen ein Futter entschieden, sondern für je ein Unterkleid und einen Unterrock in hellem und dunklem Futterstoff. Aber jetzt wird erst einmal an einem UVO (unvollendetes Objekt) weiter gearbeitet – das lag jetzt bestimmt ein Jahr in einer dunklen Ecke und hat schon ganz jämmerlich geweint, es würde ja nie mehr zu etwas werden ;)

Mit meinem Hemdblusenkleid Erstling wandere ich nun noch fix zum MeMadeMittwoch, wo ich heut bereits zum Frühstück gestöbert habe. Das wird auch gleich fortgesetzt, denn hier finde ich immer wieder wirklich tolle Anregungen und Tipps.

Gruezlie und bis bald
Frieda

 

Schnittmuster: McCall’s 7084
Stoff: Baumwolle eingefärbt
Garn: Epic Coat Whiskey von „Der rote Faden“
Knöpfe: Perlmuttknöpfe, wahrscheinlich uralt, aus meinem Fundus

 

 

 

20 Kommentare

  1. Was für ein wundervolle Kleid! Der Schnitt ist großartig, muss ich mir unbedingt merken! An Dir schaut das Kleid super aus! die Weite im Rücken ist über die Teilungsnähte doch sicher rasch angepasst. In jedem Fall freue ich mich auf weitere Exemplar! LG Kuestensocke

    • Vielen lieben Dank für soviel Lob! Ja – der Schnitt ist wirklich klasse. Und ich hoffe natürlich auch, dass ich die Anpassungen ohne große Probleme hinbekomme ;-) LG, Frieda

  2. Ich bin auch ein großer Hemdblusenkleid-Fan und immer irgendwie auf der Suche nach Schnitten dafür. Diesen werde ich mir mal merken. Das Kleid ist wirklich schön! LG Angela

      • Hallo Frieda,
        ich wollte mir unbedingt Hemdblusenkleider nähen und war richtig lange auf der Suche nach einem Schnitt, der mir gefällt. Alles, was es an aktuellen Schnittmustern bei Burda und Co. gab, hat mich nicht überzeugt. Ich habe dann bei Etsy nach Vintage Schnitten geschaut und bin tatsächlich fündig geworden: Der McCalls 2647 und Simplicity 6157. Daraus habe ich mir jeweils ein Kleid genäht. Im Sommer stelle ich sie bestimmt mal auf meinem Blog vor. LG Angela

      • Oha – das Sinplicity Kleid ist aber auch reizend! Ein toller Kragen! Danke für’s Teilen, Angela! Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag Abend, Frieda

  3. Ich mag Hemdblusenkleider so gerne und Deins finde ich sehr, sehr toll..
    Die Idee mit der kupferfarbenen Nähte ist raffiniert – die stehen in schönem Kontrast zu petrol und geben dem Kleid gewiese Etwas.
    Das Kleid ist einfach klasse.
    LG
    Ewa

  4. Ich bin schon lange auf der Suche nach einem schönen Hemdblusenkleid. Beim Anblick deines Kleides wusste ich sofort, dass ich gefunden habe was ich solange gesucht habe. Ich finde deine Version wunderschön.
    LG Martina

    • Das freut mich riesig, dass dieses Kleid für Dich ebenso DIE Lösung ist, Martina ;-) Liebe Grüße, Frieda

  5. Liebe Frieda, Dein Kleid ist sehr schön geworden – eine wunderbare Anregung für mich, da ich auch schon eine Weile mit einem Hemdblusenkleid liebäugele. Mir gefallen die kontrastfarbigen Nähte sehr, obwohl ,man da ja immer sehr, sehr ordentlich nähen muss – Fadenreißen zwischendurch ist immer ne kleine Katastrophe…
    Übrigens würde ich an Deiner Stelle beim nächsten Kleid nur wenig in der Länge zugeben – so kurz überm Knie, das passt sicher zu Dir und Deinen schönen Beinen.
    Liebe Grüße, Ina

    • Hallo liebe Ina, bin ganz bei Dir, was die Nähte angeht ;-) Bei dem Kleid sind auch ein paar „Schwünge“ drin… Ich denke, da ist man selbst auch am kritischsten. Probleme mit reißenden Fäden habe ich (Holz, mein Glück – hab grad mal kräftig auf den Tisch geklopft) eigentlich so gut wie nie. Was die Kleidlänge angeht: solange ich dunkle Strumpfhosen trage, muss es nicht überknielang sein. Aber für transparente oder gar keine schon. Ich sammel über den Knien immer gern in „Specktaschen“ – die versteck ich lieber ;-) Viele Grüße, Frieda

  6. Klasse schaut das aus. Nur 20 cm länger, das kann ich mir nicht vorstellen. So find ich die Länge toll bei dir, max. noch 5 cm länger.

    • Dankeschön, Schlawuuzi! Also maximal die Hälfte der Knie dürfte frei sein. Schaut sonst nacktbeinig wirklich nicht schön aus ;-) Die in den Strumpfhosen wunderbar versteckten Hamstertäschchen über’m Knie stören mich doch. Wahrscheinlich seh ich dass auch nur, ich weiß ;-) Dein Karen Drape Dress ist übrigens auch sehr schön! Was die Freihandnahtzugabe angeht: hab ich auch immer gemacht, bis ich das Parallelkopierrad von Prym entdeckt hab. Ist nur leider 1,5 cm minimale NZ; von daher weniger für die Overlock geeignet, außer man bekommt das sauber an den Strichen geführt ;-) LG, Frieda

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