Fabulöser Freitag mit (nicht nur) Damien Rice und Schirach

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Hallo Ihr Lieben,

am heutigen Fabulösen Freitag möchte ich Euch besonders Damien Rice ans Herz legen. Der/die Eine oder Andere kennt ihn vielleicht schon. Mittlerweile werden seine Lieder auch ab und an bei Casting Shows gewählt (und meist tut es weh, sie dort zu hören…)

Selbiger Songwriter hat nun ein neues Album rausgebracht, was ich zufällig bei Spotify entdeckt habe (Juchuuu!): „My Favorite Faded Fantasy“. Schon etwas anderes, als die alten Alben, die ich ja abgöttisch liebe, aber ich denke, auch hier muss man sich einfach reinhören. Seine Musik ist es auf jeden Fall wert.

Der wohl mit bekannteste Song (ich gestehe, da könnte ich beim Zuhören Rotz und Wasser heulen) ist „The Blower’s Daughter“ vom 2002-er Album „O“. Anschalten, aufdrehen, loslassen:

Aber auch „Cold Water“ ist eine Perle oder „Unplayed Piano“ (2005) mit Lisa Hannigan. Schaut einfach mal bei Spotify vorbei und genießt.

So. Soviel zu Herrn Rice.

Und jetzt mach ich mal einen recht extremen Richtungswechsel, da mir mein lieber Onkel mal wieder etwas ans Herz gelegt hat, bei dem ich das Teilen lohnt: Alcest. Die Band gibt es schon seit 2000 – Frontmann Neige (wie ich den um seine Haare beneide…) war damals ganze 15 Jahre alt. Anfangs haben sich Alcest Black Metal verschrieben; mittlerweile ist davon in ihrer Musik nicht mehr wirklich etwas zu spüren. Heute steht (für mich) die instrumentale Komposition im Vordergrund, oft verträumt und irgendwie sphärisch; die die Stimme des Sängers trägt, einlullt, ohne sie in den Vordergrund zu schieben. Ich musste beim ersten Anhören des diesjährigen Albums „Shelter“ gleich an Sigor Rós denken (lyncht mich nicht – ich weiß dass der Vergleich hinkt, aber mir ging es halt so ;-), die mit ihrer Musik ja gigantische Traumwelten vor dem inneren Auge entstehen lassen. Die Musik von Allzeit ruft aber noch eine andere Erinnerung wach – also sie versucht es zumindest ;-) Ich bekomm diesen kleinen Zipfel, den sie mir immer wieder kurz hinhält einfach nicht gefasst… Hm. Riverside? Maybe. Vielleicht fällt es ja einem von Euch auch auf.

Zum Reinhören hier ein Titel, der mich gleich abgeholt hat: Délivrance

Das vorhergehende Album „Les Voyages de L’Âme“ ist übrigens auch sehr hörenswert.

Soviel zum musikalischen Part, denn ein Fabulöser Freitag beinhaltet ja (eigentlich) auch meine Buchempfehlung(en).Und heute gibt es auch mal wieder eine ;-)

Schirach

…schrieb „Der Spiegel“ mal zu den Erzählungen von Ferdinand von Schirach und da hatte er verdammt recht. Schirach, seines Zeichens Anwalt und Strafverteidiger aus Berlin erzählt teils so bedrückend, real und ausweglos, dass ich beim Lesen doch oft schlucken musste. Ich habe zwei wunderschön gebundene Bücher von ihm hier liegen, welche ich letztes Jahr während meines KH-Aufenthaltes geschenkt bekommen habe (nochmal danke, liebe Jutta, falls Du das liest):
„Verbrechen“, sein Debüt als Schriftsteller und „Schuld“. Beide Bücher beinhalten recht beklemmende Geschichten, in denen Schirach uns die Frage nach Gut & Böse und Schuld & Unschuld stellt und während des Lesens fragt man sich, wie im Cover geschrieben, oft nach der eigenen Verantwortung. Worauf hat jeder Einzelne Einfluss? Was kann man bewegen, ändern? Warum ist der Mensch so geworden, wie er ist? Haben die Eltern in der Erziehung versagt? Welcher grosse Stein hat seinen eigentlichen Weg so blockiert, dass er von selbigem abgekommen ist?

Alle Erzählungen sind sehr authentisch, ich würde sie ihm fast durch die Bank weg als real abkaufen. Wer gern mehr als Kriminalfälle liest, ist mit Schirach gut beraten. Für Interessierte ist HIER noch ein phantastisches Interview mit Schirach aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung.

Das war’s auch schon für heute.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Rest-Freitag und ein entspanntes Wochenende!

Liebes Gruezlie
Frieda

Musikquelle: Spotify

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