Fabulöser Freitag

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Weil ich’s wieder einmal vertrieft habe, mach ich einfach mal den Montag zum Freitag. Hört sich doch auch schön an. Heut ist also ein montäglicher Fabulöser Freitag! Yeah! (Ich lass einfach zuviel aus und damit verschiebt sich wieder die ganze Planung und wozu plant man auch, wenn man am Ende nix umsetzt und… hach. Ihr kennt das.)

Heut hau ich Euch den ersten von zwei Künstlern um die Ohren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide sind Meister ihres Fachs und bringen mit den vorzustellenden Alben dank orchestraler Unterstützung einiges in Bewegung. Der eine die Härchen an Euren Armen (ich biete zusätzlich den Nacken) der andere Eure Beine und mehr. Der eine nahm das Orchester mit allem was dazu gehört, der andere hat sich auf Streicher beschränkt. Die Wirkung ist bei beiden irre, wenn auch grundverschieden. Aber genug gequasselt – los geht’s.  

Nummer 1 kennen sicherlich viele noch aus früheren Zeiten (die nach 1980 geborenen evtl. weniger ;-), doch ich kenne schonmal zwei Fans, an denen seine letzten Scheiben vorbeigegangen sind. I proudly present: Peter Gabriel.
Den Mann muss man einfach kennen, das ist sonst eine Bildungslücke. Er war einer der ersten, die aufwändige Videos produziert haben (Digging in the dirt) und einer von der „alten Garde“, deren Musik man anhört, wieviel Arbeit und Herzblut dahinter steckt.

Mein absolutes Lieblingsalbum von ihm ist „Scratch My Back“. 2010 erschienen, hat er für mich damit Neuland betreten. Das Album besteht einzig aus Coversongs. Aber was für welche! Ich kann bei dieser Musik komplett abtauchen, was nicht zuletzt an den unglaublichen Orchester-Arrangements des Neuseeländer Komponisten John Metcalfe liegt. Die Songs, welche Gabriel auf seinem Album covert, sind auch nicht alle unglaublich bekannt. Ich denke, er hat sich hier „einfach“ Songs rausgesucht, aus denen er das meiste rausholen kann. Das besondere bei allen Songs: Gabriel verzichtet komplett auf Gitarren und Schlagzeug. Dass diese Entscheidung der Wirkung keinerlei Abbruch tut, könnt Ihr Euch zum Beispiel bei diesem David Bowie Cover anhören:

Die Aufnahme ist übrigens aus der O2 Arena in Berlin, wo Gabriel 2010 ein Konzert gegeben hat. Und ich war dort!!! In Berlin. Und NICHT im Konzert!!! Aaaaaaaah!!! Das ist komplett an mir vorbeigegangen, dass er zu dem Zeitpunkt dort ist. Als ich nach meinem Berlin-Ausflug davon gelesen habe, das Konzert dazu hoch gelobt wurde und auch noch Ane Brun dabei war, mit der er „Don’t give up“ gesungen hat, hätte ich glatt heulen können… Nunja. Irgendwann schaffe ich es auch noch zu einem Konzert von ihm. Steht auf meiner Wunschliste.
Für Euch zum Reinhören hier noch jene besagte „Don’t give up“-Version mit Anse Brun.

Und nun zu den Leseratten unter Euch:
Nachdem ich Ende Juli HIER bei Johanna von diesem Buch gelesen hatte, musste es einfach auf meinem Tolino einziehen: „Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte“; erschienen im Loewe-Verlag. Man kann ja auch nicht immer nur Psycho-Thriller lesen… Und dieses Buch ist aber mal so ganz anders.
Julie, die Hauptfigur des Buches (den Platz macht ihr aber fast diese Pappfigur streitig), kommt zur „Zweitfamilie“ wie Maria zum Kind. Eigentlich will sie ihr Studium in Boston anfangen und gleich vor Beginn die ersten eigenen vier Wände beziehen. Aber erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Und so sind dann plötzlich die 13-jährige extrem merkwürdige Celeste, ihr älterer Bruder Matt, deren Eltern und die Pappfigur eines ominösen weiteren Bruders, Finn, ohne die irgendwie gar nichts geht. Und wie der Buchtitel verrät, schafft es dieser Pappkamerad tatsächlich, Julie den Kopf zu verdrehn. Sehr schräg, doch sehr schön zu lesen ist dieses Buch. Flockig leicht kommt es anfangs daher, bringt einen immer wieder zum Schmunzeln und zum Wetten wie’s denn nun weiter geht, nur um einem dann ein paar knackige Knüppel zwischen die Beine zu hauen. Autsch. Fiese Welt.
Ich möchte hier eigentlich auch gar nicht mehr verraten – das müsst Ihr schon selbst lesen. Erwartet kein hoch anspruchsvolles Buch – das ist es nicht. Es muss ja aber auch nicht immer Herman Hesse sein ;-)
Wenn’s nicht für Euch ist, dann bestimmt für die ab etwa 13-jährigen, aber ich habe es auch gern gelesen. Beim Buch ist übrigens ein Code zum Download des Buches als eBook dabei – fand ich eine klasse Sache.

Sodele. Das war’s schon für heut.
Lasst es Euch gut gehen, packt Euch gute Musik auf die Ohren undoder schmökert ein wenig in einem schönen Buch!

Liebes Gruezlie
Frieda

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