Der Bleistiftrock nach Maß – perfekt für Alltag & Business

Hallo in die Runde – ich hoffe, Euch allen geht’s gut und Ihr konntet schon ganz viel Sonne genießen! Dank selbiger hängt meine zuletzt genähte Flanellbluse unbeachtet im Schrank und ich habe festgestellt, dass ich kaum noch Sachen für „untenrum“ habe, die luftig sind UND passen. Und auch keinen Bleistiftrock, der ja wirklich sitzen muss. Puh. Die Kurve hat jetzt keinen ganz so geschmeidigen Schwung, aber ich hab sie gekriegt ;)

Da isser.

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Flanellbluse im Wonnemonat und warum ich dank der Bluse mit der Nähtrends hadere

Ich habe mich ja schon ernsthaft mit dem Gedanken getragen, diesen Blog zu löschen. Ich nähe sehr gern – wie die jahreszeitlich natürlich total passende Flanellbluse, die ich heut zeige – und ich schreibe auch sehr gern. Eigentlich. Trotzdem frage ich mich manchmal, was der Sinn des Ganzen ist. Kurz und bündig kann ich nur auf Instagram. Eigentlich reicht das doch, oder? Wechseln wir lieber zur Bluse:

Vorgestern Nacht ist sie endlich zum Abschließen von der Puppe unter die Maschine gewandert. Es fehlten nur noch der Saum, ein paar Handstiche am Kragen und Knopflöcher samt Knöpfen. Letztere waren eine echte Herausforderung. Das lag aber weniger an den Knopflöchern als an der Auswahl der Knöpfe. Ich hab einfach zuviele und jene, welche ich bräuchte, eben nicht.

Nach über einer Stunde Suche habe ich dann diese vier schlichten Schönheiten entdeckt, die ich ziemlich exakt 60 Minuten vorher als erstes – unbeachtet, da in ein Tütchen verpackt, welches die Farbe vertuschte – aus einer der Dosen geräumt hatte. Nunja. Murphy’s law, würde ich sagen.

Ein paar diese goldenen, sehr dünnen Knöpfe lauern auch noch auf ihre Chance. Vielleicht britzelt es mich ja irgendwann?

Da die Bluse für mich aber durch den gefühlt überdimensionalen Stehkragen und ihre Schlichtheit etwas japanisches hat, hätten mir bunte Knöpfe (von denen gestern Nacht sehr viele probeweise auf der Leiste landeten) eine zu laute Dissonanz erzeugt. So.

Dass mich diese Bluse auch sonst in ihrem Werdegang viel geärgert hat, ist ein Fakt und könnte für ihre Vorgabe, also den Schnitt einen frühen „Dich näh ich nicht mehr“-Tod zur Folge haben. Ich kann da sehr konsequent sein ;-)

Der Schnitt zu meiner Flanellbluse entstammt der „nähtrends“, Ausgabe Juli letzten Jahres. Ich finde das Magazin genial. So tolle Schnitte (wobei ich die letzte Ausgabe im Zeitschriftenregal aufgrund ihres wirklich hässlichen Titels fast nicht als „nähtrends“ identifiziert und somit liegengelassen hätte) in eigentlich jeder Ausgabe, tolle Bilder, jede Menge Inspiration.


Und dann sowas. Zu klein. Zu eng. Trotz genauem Vergleich meiner Maße mit deren Vorgaben (das Schultermaß ist hier wohl mein wichtigstes und trotzdem könnte sie da lockerer sitzen). Sie entspricht in meinen Augen so gar nicht dem, was Foto und Zeichnung versprechen. Diese Falte am Kragen ist – verzeiht – ein Witz. Ich weiß nicht, ob die irgendwer so gelegt bekommen hat, dass sie 1. gut fällt und 2. als gewollte Faltenlegung erkennbar ist. Wenn ja: bitte melden! Ich habe diesen Vorgang, soweit ich mich entsinne (rund 2 Monate hat das gute Stück seit dem Nähwochenende auf der Puppe verbracht) ganze vier Mal wiederholt. Vergebens. Es sieht halt doch mehr nach Problemen beim Kragen annähen aus. Egal. Am Ende mag ich sie trotzdem, die Flanellbluse.

Ich habe alle Innennähte als französische Nähte genäht – bei dem doch nicht ganz so dünnen Flanell eine nicht ganz so optimale Sache, aber ich wollte bei den Ärmeln ein sauberes Innenleben, da sie gekrempelt getragen werden soll. Und wenn ich schonmal dabei bin, kann ich das auch durchziehen.

Nachdem mir das Thermometer gestern Morgen 1°C angezeigt hat, habe ich sie gleich ausgeführt. Bequem, nicht zu kalt und nicht zu warm im Büro – passt. Es hat sich übrigens keiner dazu geäußert. Kann ich ja auch positiv bewerten, nech? Ich habe ja schließlich kein Schild um den Hals hängen, auf dem steht „Achtung! Kleidung heut möglicherweise selbst genäht!“. Mein Mann findet sie auf jeden Fall toll und möchte nun sowas als Hemd.
Die Liste wächst.

Nach der Flanellbluse ist vor dem Kleid

Vielleicht bekommt der Schnitt ja doch noch eine Chance. Mit ein paar Anpassungen unter dem Arm, am Kragen, an der Schulter, … Ich weiß nicht.

Nachdem diese UVO endlich fertig ist, kann ich ja mit dem nächsten weitermachen. Auf das Kleid freue ich mich schon sehr und hoffe doch, dass ich es recht bald umwerfen kann. Wer mir bei instagram folgt, hat den Start der Zuschneidearbeiten schon vor einigen Wochen gesehen. Mir fehlen noch vier Kleinteile, soweit ich mich entsinne. Das Nähen als solches sollte nicht soviel Zeit kosten. Ich bin gespannt.

Nun freu ich mich auf einen weiteren Kaffee und, über den Tag verteilt, auf viele tolle Inspirationen beim heutigen MeMadeMittwoch, den Nina von Kleidermanie in einem wunderschönen Kleid (die Liste, die Liste!…) anführt.

Gruezlie,
Frieda

Selfmade Kleid gestreift

Ärmel Selfmade Kleid

Ja, mich gibt’s noch. Gelegenheitsblogger, Ihr wisst schon ;) Ist ja nicht so, dass ich nichts nähe. Vor zwei Wochen habe ich es dann am Wochenende endlich geschafft, den bereits seit Wochen zur Verarbeitung bereitliegenden Sommersweat seinem Ziel zuzuführen. Dass es ein Kleid werden soll, war von Anfang an klar, nur welcher Art?

Ausschnitt selfmade dress

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Let’s Rock – Fortschritt

Hallo Ihr Lieben,

beim Sommerrock-Sewalong ist man bereits bei Part III, „Details, Details, Details“ angekommen. Kann ich zwar zeigen, aber mit völlig anderem Stoff als geplant. Part II hab ich ja einfach mal ausgelassen, da ich bereits im ersten Post wusste, was ich nähen will. 

Nachdem der Stoff, welchen ich für den roten Rock (siehe HIER) doch seeehr flutschig ist und ich derlei Nähspaß erst vor kurzem bei einem Blüschen hatte, wollte ich auf Nummer sicher gehen und hab einen Viskose-Krepp rausgekramt, den ich keinem Projekt zuordenen konnte. Sollte mal ein Wenona-Shirt werden wie diese Bluse, aber was mich bei der Stoffwahl geritten hat, kann ich nicht mehr wirklich nachvollziehen… Weder Farbe noch Muster entsprechen meinem Geschmack. Egal. 

Er hat nun seine Bestimmung in einem tragbaren Proberock gefunden.

Das gewählte Schnittmuster aus der „Nähtrends“ hat Seitentaschen (Yeah!), einen Seitenreißverschluss und einen geraden Bund.

Der Stoff hat sich schon kaum zuschneiden lassen und sowohl bei selbigem als auch beim stecken hat’s ihn so verzogen, dass der Saum unten nun ein ordentliches Auf und Ab zeigt.

Man kann es glaube ich erkennen und ohne Hilfe von Liesbeth wird das Abstecken auch zu keinen akzeptablen Ergebnis führen. Also darf der Rock jetzt erst einmal an der Puppe aushängen und vielleicht gibt’s eine Chance, den Saum nächstes Wochenende vorzubereiten und zu finalisieren.

Bund, Reißverschluss und Taschen sind soweit geschafft und ganz okay, auch wenn das Einkräuseln mich im Taschenbereich zeitweise ordentlich zum Fluchen gebracht hat.


Hier noch ein Bild des Reissverschluss-Bereiches von innen – der Bund versteckt die Nahtzugaben ordentlich, die Nahtzugaben der Seitennähte habe ich natürlich vergessen, vorher durch die Overlock laufen zu lassen. Naja…


Nun wünsche ich Euch weiterhin frohes Nähen, genießt den Restsonntag und kommt gut in die neue Woche!

Gruezlie,

Frieda

Let’s Rock – am besten gleich zweimal

Hallo Ihr Lieben,

nicht erschrecken – ich schon wieder :P

Sommerrock-SewAlong

Als der Sommerrock-SewAlong-Aufruf von den Me-Made-Mittwoch Damen (vielen Dank für die Organisation, Meike und Lucy!) kam, war ich gleich Feuer und Flamme, um das Ganze dann auch nach wenigen Tagen schon wieder im Alltagstrouble zu vergessen… Nun hat mich eine liebe Freundin freundlicherweise erinnert und hier sind meine Pläne:

Rock Nummer 1 ist der Minitupfen-Rock Nummer 8 aus der Fashion Style 05/2015. Ich fand damals auch den Stoff ganz toll und wir hatten ihn sogar im Laden, aber ich hab verschwitzt, zuzuschlagen. Drum wird nun ein wirklich schöner Baumwoll-Batist von Atelier Brunette eingesetzt. Dank Knopfleiste und Gummibund wächst oder schrumpft der dann auch artig mit in der Taille. (Kennt Ihr das auch? Ich messe und nähe, und probiere und mach die Taille schmaler und probiere wieder und optimiere nochmal und das Teil sitzt tadellos. Dann stell ich das Objekt der Begierde fertig und es rutscht bis auf die Hüften. Tzzz…)

FashionStyle_Rock-Stoff

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Die erste Hose: eine Culotte

Hallo Ihr Lieben,

es hilft nichts, sich etwas vorzumachen – ich bin wohl ein Gelegenheitsblogger.
Gelegentlich teile ich gern mit zugehörigen Wortergüssen, was ich so geschafft habe.
Oder auch nicht. Regelmäßigkeit? Disziplin? Fehlanzeige. Da näh ich dann doch lieber. Oder grabe meine Hände in dunkle Gartenerde. Ihr kennt das. Oder?

Aber heute habe ich ENDLICH meine Culotte fertig genäht. Die muss ich also zeigen. Der Schnitt ist aus der Burdastyle 3/2016. Den Stoff habe ich bereits seit letztem Winter im Schrank liegen. Irgendein Wollähnliches Gemisch, welches sich bügeln lässt und eine recht schwere Hose ergibt ;) Ich habe nach der Maßtabelle in einer 44 (!!!) zugeschnitten.

Culotte1

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Über Rock Holly (LMV), Nadeln und Füße

Hallo Ihr Lieben,

Ostern steht vor der Tür, wieder immer völlig unerwartet, und das Chaos regiert.
Naja. Ganz so schlimm ist es nicht. Zumindest nicht bei uns.

Darum gleich zum positiven: Holly.
Den Jeansrock aus der aktuellen La Maison Victor wollte ich sofort nähen. Natürlich nicht so kurz. Den Stoff hatte ich sofort vor Augen: einen dicken, wunderbar weichen Jeansstoff ohne Stretchanteil in einem Grauton mit leichtem Olivstich von kap:un in Bautzen.

Rock_Holly_Detail_4

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Sommerbluse vom Nähwochenende

Hallo zusammen,

ich hoffe, Euch geht’s gut!
Wir hatten hier nochmal einen richtigen Wintereinbruch mitsamt in vergangenen Wochen meist vermisstem Schnee. Aber wer braucht den jetzt noch? Ich nicht…

Aber zur Sache, ich will ja nicht langweilen.
Am vergangenen Wochenende durfte ich in Bad Muskau bis in die Puppen (heisst bei uns: halb zwei/zwei Uhr morgens) nähen. Yeah! Für unser wirklich tolles Nähwochenende treffen wir uns zweimal jährlich und nähen von Freitag abend bis Sonntag Nachmittag, bis auch die Streichhölzer in den Augen nix mehr nutzen ;)

Ich habe (ob das nun gut oder schlecht ist, sei dahingestellt) die Angewohnheit, mir immer ein (für mich) umfangreicheres oder auch komplizierteres Projekt rauszusuchen, so dass ich letztendlich auch maximal dieses eine schaffe. Oder auch nicht.

Diesmal war es die Bluse 131 a aus der BurdaStyle 5/2014, die ich mir schon seit Erscheinen des Heftes nähen wollte (ohne Worte), die mich das komplette Wochenende gekostet hat und der bis gestern Abend immer noch der Saumabschluss, Knopflöcher und Knöpfe fehlten. (Die folgenden zwei Bilder sind aus meinem Heft abfotografiert.)

BurdaOriginal5-2014         BurdaOriginal5-2014_Skizze

Die Nähanleitung hat mich zeitweise echt entmutigt, es fehlten komplette Abschnitte (manchmal isso) und die Verarbeitung der Blende für die Knopfleiste hat nicht nur meinen Kopf zum Rauchen gebracht. Mein Ergebnis war so (innen) von Burda bestimmt auch nicht geplant, aber anders ging’s irgendwie nicht, ohne dass sich alles verzogen hätte.

Burda131a_1_seitlich_sw

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Bodenlang, bitte

Hallo zusammen,

nach längerer Abstinenz gleich zwei Posts hintereinander – gibt’s ja gar nicht ;-)

Aber wie schon erwähnt, bin ich doch gerade am UVO fertigstellen.

Wollrock1
Der Wollmischstoff legte sich mir vor gefühlten Ewigkeiten bei Karstadt in den Weg – der Göttergatte durfte die 5 gekauften Meter dann durch Dresden schleppen. Ich mach sowas natürlich grundsätzlich immer zu Beginn eines Dresden-Ausflugs…

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